NESSA – TREFF

Wie ist deine Beziehung zu DIR selbst?

Welches Bild wir von uns haben und wie wir über uns & unseren Körper denken, spielt eine große Rolle beim Thema mentaler Gesundheit und Wohlbefinden. Da heute der internationale Anti-Diät-Tag ist, möchten wir besonders die Schlagworte SelbstwertgefühlSelbst-Bewusstsein, Selbstliebe, Körperakzeptanz und die Achtsamkeit gegenüber sich selbst in den Fokus bringen. Denn der Aktionstag möchte nicht nur dazu aufrufen, sich mit Diäten und Ernährungsparadigmen auseinander zu setzen, sondern sich selbst so zu lieben, wie man ist.

Die Künstlerin Cindy Fuchs (@cndrll_design bei Instagram), die obige Grafik erstellt hat, stellt zu Recht die Frage: Wie können wir von Anderen erwarten uns zu lieben, wenn wir dazu selbst nicht in der Lage sind? Wir sollten uns wohlwollend begegnen und nachsichtig mit dem Wunderwerk Körper sein. Denn Diäten, Schlankheits- und Schönheitsideale sowie die Flut von Social-Media-Beiträgen suggerieren, dass Schlank=Erfolgreich und damit Abnehmen der Weg zur Glückseligkeit sei. Dies führt bei vielen Menschen zur Verunsicherung, ständigem schlechten Gewissen bis hin zur Selbstablehnung. Und da eine belastete Beziehung zu sich selbst auch alle anderen unserer Beziehungen beeinflusst, hat die Selbstliebe nicht nur auf uns positive Effekte!

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen entspannten Tag

Herzliche Grüße

Ihr NESSA-Team

Leitlinien für Medienschaffende

Essstörungen werden in unserer Gesellschaft oft missverstanden, unterschätzt oder sogar fehlinterpretiert, was unter anderem aus einer ungenauen Berichterstattung sowie unreflektiertem Sprachgebrauch resultiert. Daher wurde eine Leitlinie für Medienschaffende entwickelt, die sie unter folgendem Link finden:

http://www.br-online.de/jugend/izi/deutsch/forschung/trendforschung/Leitlinien_fuer_Medienschaffende.pdf

International gibt es bereits eine Reihe von Initiativen, die darauf abzielen, eine verantwortungsvolle, genaue und sensible Darstellung von psychischen Erkrankungen, wie den Essstörungen, in den Massenmedien zu fördern. Mehr dazu erfahren Sie unter:

https://nedc.com.au/eating-disorders/prevention/media-guidelines/

https://www.beateatingdisorders.org.uk/media-centre/media-guidelines

Wir begrüßen eine sensible Berichterstattung, die

  • der Prävention dienlich ist
  • Betroffenen und Eltern hilft, Zugang zu Hilfsmöglichkeiten zu finden.
  • Informationen über ALLE Essstörungen zu verbreiten (und nicht nur über die Magersucht, sondern auch die die medial viel zu wenig beachtete Binge Eating-Störung oder Bulimie)
  • sensibilisiert für Themen, wie Gewichtsdiskriminierung und Auflösung von Tabus um seelische Erkrankungen
  • die medial verbreitete überschlanke Idealbilder kritisch betrachtet

Die Leitlinien wurden auf der Basis einer Expertenbefragung entwickelt. 44 Personen, die professionell in der Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Essstörungen arbeiten, äußerten frei ihre Hinweise für Medienschaffende.

Die daraus entwickelten typischen Äußerungen wurden dann in Zusammenarbeit mit Sigrid Borse
(Frankfurter Zentrum für Ess-Störungen gGmbH), Prof. Dr. Eva Wunderer (Hochschule Landshut), Martina Hartman (Beratungszentrum bei Essstörungen Dick & Dünn e. V., Berlin) sowie weiteren ausgewiesenen Expertinnen und Experten im Bereich Essstörungen redigiert.

Obwohl sich diese Leitlinie an Medienfachleute richtet, können die fünf Schlüsselbotschaften auch Lehrer:innen, Sozialpädagog:innen und Kulturschaffenden im Umgang mit der Thematik bei Kindern und Jugendlichen hilfreich sein. Zudem unterstützen sie Fachleute aus den Bereichen Bildung, Gesundheit, Sport, Fitness, Schönheit und Mode dabei, geeignete Kommunikationskampagnen und -programme evidenzbasiert umzusetzen.

Herzliche Grüße

Ihr NESSA-Team

Teilnehmerrekord beim 8. Netzwerktreffen

Bereits zum 8. Mal haben wir am vergangenen Mittwoch, den 14. April, unser NESSA Netzwerktreffen veranstaltet und dazu ganz herzlich Ärzt:Innen, Therapeut:Innen, Sozialpädagoge:Innen und Versorgungseinrichtungen zum gemeinsamen Austausch geladen. Das rein virtuell stattfindende Treffen stand dieses Mal unter dem Motto: „Zu gesund für die Klinik – zu krank für zu Hause? Schnittstellen von stationären und ambulanten Maßnahmen“.
Neben einem Hauptvortrag stellten sich acht verschiedene Einrichtungen und Wohngemeinschaften aus ganz Deutschland vor, die sich auf die Versorgung von Patient:Innen mit Essstörungen spezialisiert haben. Die über 100 Teilnehmer:Innen konnten sich auf der Veranstaltung über deren vielfältige Konzepte und Behandlungsmöglichkeiten informieren. Eine Idee, die auf reichlich Zuspruch stieß. Wir blicken nun zufrieden auf einen abwechslungsreichen und informativen Nachmittag. Besonders die Vielfalt der Einrichtungen mit ihren innovativen Behandlungsansätzen und der Einblick in deren Alltagsgestaltung hat uns und die Teilnehmer:Innen begeistert. Einen Termin für das 9. Netzwerktreffen gibt es auch schon: Am 15. September 2021 in Leipzig. Dann sehen wir uns hoffentlich auch wieder in Präsenz.
Herzliche Grüße
Ihr NESSA-Team

Zu gesund für die Klinik – zu krank für zu Hause?

In unserem nächsten Netzwerktreffen fokussieren wir erstmals inhaltlich einen Bereich und möchten uns zum Thema „Zu gesund für die Klinik – zu krank für zu Hause? Schnittstellen von stationären und ambulanten Maßnahmen“ austauschen und vernetzen. Dafür haben wir neben einem interessanten Hauptvortrag acht verschiedene Einrichtungen aus ganz Deutschland eingeladen, Ihnen und uns Ihre Konzepte nahezubringen und einander in deren Vielfalt und Möglichkeiten zu inspirieren. Wir freuen uns sehr über das Mitwirken der Einrichtungen, sind voller Vorfreude und laden Sie ganz herzlich zu dieser Veranstaltung ein. 
 
Wann?             14.04.2021 von 16.30 – 20.30Uhr
                            16.00 – 16.30Uhr NESSA-Mitgliederversammlung
                           Den Einwahlcode senden wir Ihnen rechtzeitig vor der Veranstaltung zu.
Was?                 Das Programm entnehmen Sie bitte unserem beigelegten Flyer 
Wie?                  Die Anmeldung erfolgt unter www.ukdd.de/nessa
                             Anmeldeschluss ist der 08.04.2021
 
Wie schon im Herbst möchten wir die Zoom-Konferenz gern aufzeichnen, um allen die Möglichkeit zu geben, auf die Inhalte zuzugreifen, auch wenn der Termin nicht realisierbar ist. 
Anbei stellen wir Ihnen vorab kurz die teilnehmenden Einrichtungen vor.

 

ANAD, München:

ANAD® e.V. wurde 1984 in München gegründet und bietet mittlerweile eine geschlossene Behandlungskette für Frauen und Männer mit Essstörungen, durch vielfältige Beratungs-, Behandlungs- und Betreuungsangebote unterschiedlicher Intensität. Die intensivtherapeutisch betreuten ANAD®e.V.–Wohngruppen kombinieren bspw. die Vorteile eines Klinikaufenthaltes (intensives Therapieprogramm) und einer ambulanten Behandlung mit der Möglichkeit der Fortsetzung von Schule, Ausbildung und Beruf für Mädchen, Frauen und junge Männer im Alter von zwölf bis ca. 60 Jahren. Erwachsenen Männern und Frauen bietet ANAD zudem weitere flexible und individuelle Therapie- und Betreuungslösungen, wie ambulant betreute Wohnformen bis hin zur Betreuung in der eigenen Wohnung.

Weiterführende Infos unter: https://www.anad.de/

 

TCE, München:

Das Therapie-Centrum für Essstörungen (TCE) gehört zur Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Dritter Orden in München-Nymphenburg und ist eine Kombination aus Tagesklinik und therapeutischer Wohngruppe. Das Konzept für Jugendliche von 12 bis 15 Jahren beruht auf einer tagesklinischen Intervalltherapie mit achtwöchigen Therapieintervallen. Im Konzept für Jugendliche und junge Erwachsene von 16 bis 25 Jahren wohnen die Patientinnen in therapeutischen Wohngruppen und nehmen von dort aus an der tagklinischen Therapie teil. Dabei umfasst das Behandlungskonzept des TCE vier Säulen: Ernährungstherapie, Psychotherapie, Körpertherapie und Kunsttherapie.

Weiterführende Infos unter: https://www.tce-essstoerungen.de/

 

Mondlicht, Berlin:

Die therapeutischen Einrichtungen Mondlicht, Mondlicht24, Mondlichtflex und Mondlicht Move sind Angebote für junge Menschen (alle Geschlechter bis auf Mondlicht 24), die sich essgestört zeigen. Im Wesentlichen unterscheiden sie sich in der Intensität der Betreuung. Mondlicht und Mondlicht24 richtet sich ausschließlich an Mädchen und junge Frauen, als stationäre Angebote. Mondlichtflex arbeitet ambulant und aufsuchend. Hier können Frauen und Männer jeden Alters Unterstützung erhalten. Mondlicht Move ist eine Wohngemeinschaft, in der junge Frauen und Männer mit jeweils unterschiedlichen Essstörungen leben und sich entwickeln können. Es wird am systemischen Ansatz orientierte Einzel- und Familientherapie angeboten, darüber hinaus wird auch mit Elementen aus der Dialektisch Behavioralen Therapie (DBT) und der Akzeptanz- und Kommitmenttherapie (ACT) gearbeitet.

Weiterführende Infos unter: http://twg-mondlicht.de/index.php

 

Bitter & Süß, Berlin:

Jugendliche und junge Erwachsene mit einer Essstörung finden hier ambulante und stationäre Hilfsangebote. Für Angehörige wird Unterstützung und Beratung im Einzelsetting und in einer Gruppe angeboten. Die Bewohner*innen werden durch eine erfahrene Ernährungsberaterin, begleitende Einzelpsychotherapie (ambulant), durch eine wohnortnahe ärztliche Begleitung sowie durch alltagsorientierte Selbsterfahrungs- und Gesprächsangebote unterstützt. Im Beratungszentrum für Ess- Störungen Dick & Dünn e.V. in Berlin Schöneberg gibt es parallel dazu regelmäßige Gesprächs- und Gruppenangebote für die Jugendlichen und ihre Familienangehörigen.

Weiterführende Infos unter: https://bitterundsuess.de/

 

WG Spitzweidenweg, Jena:

Die Angebote der „WG Spitzweidenweg“ in Jena richten sich an Jugendliche und junge Erwachsene ab 16 Jahre, die einer fachkundigen Betreuung u.a. nach einer klinischen Therapie für Essstörungen (vorrangig Anorexie und Bulimie) bedürfen. Im Zentrum der Arbeit steht das Erlernen einer gesunden Haltung zu Sport und Lebensmitteln und die Stärkung des Selbstwertes. Essentielle Bestandteile sind eine altersentsprechende Verselbstständigung, die Reintegration ins gesellschaftliche Leben und die aktive Lebensgestaltung sowie die Entwicklung einer persönlichen, schulischen und beruflichen Perspektive.

Weiterführende Infos unter: https://stiftunghaar.de/einrichtungen/wgs-fuer-essstoerungen/wg-fuer-essstoerungen-jena/

 

WG Erfurter Straße, Weimar:

Die in zentraler Stadtlage gelegenen Wohngemeinschaft „WG Erfurter Straße“ in Weimar, bietet Platz für sechs Jugendliche und junge Erwachsene ab 16 Jahre, die eine fachkundige Betreuung u.a. nach einer klinischen Therapie für Essstörungen (vorrangig Anorexie und Bulimie) wünschen. Zielführend ist dabei die Stärkung der gesamten Persönlichkeit, Krankheitsbewältigung und Verselbstständigung der jungen Menschen. Die Betroffenen und Angehörigen werden durch verschiedene Beratungsangebote betreut, zudem werden Informations- und Fortbildungsveranstaltungen, sowie Präventions- und Elternarbeit angeboten.

Weiterführende Infos unter: https://www.stiftunghaar.de/einrichtungen/wgs-fuer-essstoerungen/wg-fuer-essstoerungen-weimar/

 

WG Carla, Dresden:

Die „WG Carla“ bietet Beratung, Begleitung und Unterstützung bei der Gestaltung eines selbstbestimmten Lebens an für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 21 Jahren (ggfls. auch darüber hinaus), die von einer Essstörung betroffen sind. Ein ganzheitlicher Blick auf die Erkrankung sowie eine lösungsorientierte Grundhaltung zeichnen die Arbeitsweise aus. Dies geschieht in Verbindung mit gesundem Alltagserleben und gezielten sozialpädagogischen Angeboten. Ein wichtiger Kooperationspartner für die fachliche Arbeit ist die Universitätsklinik Dresden.

Weiterführende Infos unter: https://drefugio.de/stationaere-hilfe/wg-carla/

 

WG Awhina, Moritzburg:

Die Wohngemeinschaft Haus Awhina ist eine stationäre, sozialpädagogisch begleitete Wohngemeinschaft für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 27 Jahren mit einer Essstörung. Im Zentrum steht die Betrachtung der individuellen, gesamtbiografischen Hintergründe der Klienten/innen, sowie die psychische Gesundheit wiederherzustellen und neue, förderlichere Handlungsweisen im Miteinander zu entdecken. Dies kann durch das strukturierte Alltagsleben, intensive Mahlzeitenbegleitung, sowie therapeutische und pädagogische Beratung erreicht werden.

Weiterführende Infos unter: https://www.produktionsschule-moritzburg.de/projekte/haus-awhina

Prof. Stefan Ehrlich international als Experte für Essstörungen benannt

Am Anfang einer Woche, in der das Bewusstsein bezüglich Essstörungen gesteigert werden soll, der „National Eating Disorders Awareness Week 2021“ freuen wir uns über die Nachricht: Prof. Dr. med. Ph.D. Stefan Ehrlich, einer der Gründer von NESSA, wurde in dem Zusammenhang international als Top-Experte auf dem Gebiet der Essstörungen benannt.
Expertscape, der auf der Basis der Literaturdatenbank PubMed basierende Algorithmus, hat anlässlich der „National Disorders Awareness Week 2021“ vom 22. bis 28. Februar 2021 Prof. Stefan Ehrlich als einen der führenden Experten weltweit auf dem Gebiet der Essstörungen ausgezeichnet.
PubMed, die weltweit größte medizinische bibliografische Datenbank, listet einzelne Artikel aus bis zu 4500 medizinrelevanten Fachzeitschriften auf. Seit 2010 wurden darin 4.869 Artikel von 12.414 Autoren international zum Thema Essstörungen erfasst. Mit zahlreichen vielzitierten, in international angesehenen peer-reviewed Fachzeitschriften veröffentlichten Publikationen, zählt Prof. Ehrlich auf Platz 26 zu den 1% der besten Experten seines Fachgebietes.
Die Auszeichnung wurde via Twitter bekannt gegeben:

https://twitter.com/Daily_Experts/status/1363740330428928002 

 

Wir gratulieren ganz herzlich und senden viele Grüße

Ihr NESSA-Team

Mehr Bewusstsein für Essstörungen – Jeder Körper hat einen Platz am Tisch

Die aktuelle Woche steht unter dem Motto „National Eating Disorders Awareness Week 2021“, eine Woche, in der das Bewusstsein für Essstörungen geschärft werden soll. Jeweils in der letzten Februarwoche des Jahres setzt die amerikanische Initiative NEDA (National Eating Disorders Association) vor allem Anorexie und Bulimie ins Rampenlicht, um sowohl Neuerkrankungen zu verhindern, Betroffene in Behandlung zu bringen sowie Wissen zu den Krankheitsbildern der verschiedenen Essstörungen, zum Gewicht und dem Körperbild zu vermitteln.

Wir möchten die Botschaft der Aktion mit Ihnen teilen und so die Hoffnung nähren, dass durch einen breiteren öffentlichen Fokus zukünftig allen Hilfesuchenden auch die passenden Angebote zur Verfügung stehen.

Mit dem Motto dieser Aktion: „Every Body has a Seat at the Table – Jeder Körper hat einen Platz am Tisch“ grüßen wir Sie ganz herzlich

Ihr NESSA-Team